Innendämmung

wood-texture-1114357_640Vor allem bei älteren Häusern ist es aus optischen Gründen oft schwierig, eine nachträgliche Fassadendämmung anzubringen. Die Lösung ist dann eine Innendämmung. Hierbei ist vor allem zu beachten, dass diese nicht zu durchfeuchteten Außenwänden führt.

Der Aufbau einer Innendämmung kann mit Faserstoffen wie Mineralwolle, Holzfaserplatte oder Hanfmatte ausgeführt werden. Diese benötigen allerdings eine abschließende Dampfsperrfolie, damit keine Feuchtigkeit aus der Raumluft in den Dämmstoff gelangen kann. Vorzugsweise können aber auch Dämmplatten aus Hartschaum verwendet werden, diese sind dampfdiffusionsoffen und benötigen keine zusätzliche Dampfsperre. Wichtig bei der Innendämmung ist vor allem, dass die Oberfläche dieser Materialien Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben kann, und zudem noch feuerbeständig ist.

Wohin die Innendämmung ?

Vor allem Räume die nur gelegentlich genutzt werden, ist die Innendämmung eine ideale Sache. Das hat den Nutzen, dass sich durch die ebenfalls gedämmten Außenwärme der Raum wesentlich schneller aufheizt. Das kommt dadurch zustande, da die Heizenergie zunächst vor allem die Raumluft erwärmt und nicht die kühle Außenwand. Dieser Effekt kann auch durch sogenannte Thermotapeten erzeugt werden, allerdings mit einem wesentlich geringeren Effekt, da diese nur wenige Millimeter Stärke aufweisen.
Eine angebrachte Dämmung innen hilft zudem die Kälte draußen zu halten. Außenwände und alle anliegenden inneren Bauteile kühlen bei niedrigen Temperaturen relativ schnell ab. Eine Innendämmung reduziert diese Abkühlung.

Vorsicht: Eine Innendämmung sollte niemals in einer Ecke zwischen Außen- und Innenwand aufhören. Dort entsteht eine Kältezone, in dieser kondensiert Luftfeuchtigkeit und kann schlimmstenfalls zu Schimmelbildung führen.

Arbeitsanleitung Innendämmung Beispiel Ytong

1. Zuerst Leichtmörtel anmachen, dabei Herstelleranleitung beachten. Immer nur so viel Leichtmörtel anmachen, wie bequem und zügig verarbeitet werden kann.

2. Mittels einer Zahntraufel den Klebemörtel auf der Rückseite der Ytongplatten aufziehen, so dass Stege entstehen.

3. Zwischen Fußboden und der Wand an der Wand Entkoppelungsstreifen legen. Diese in Schichtstärke auslegen, diese Streifen bestehen unter anderem aus Hanf.

4. Dämmplatten mit etwas Abstand zu den Anschlussplatten oder -wänden ansetzen und leichtem Druck ins Kleberbett schieben.

5. Für Fensterlaibungen werden dünnere Platten eingesetzt. Die Wandplatten müssen dabei in der Stärke der Laibungsplatte die Laibung überlappen.

6. Für Steckdosen werden spezielle Verlängerungen angewandt. An Anschlüssen und Durchbrüchen besondere Sorgfalt walten lassen.

7. Die Dämmung mit dünneren Platten im selben Format um die Raumecke ziehen, das verhindert die Bildung einer Kältezone.

8. Zum Abschluss verputzen und eine Gewebearmierung mit einarbeiten. Für um die Raumecke gezogene Stücke gibt es spezielle Dämmkeile, die allmählich au das Niveau der Wand auslaufen.