Wandverkleidungen

chalk-drawing-505214_640Rohe Wände aus Ziegel oder natürlichem Holz verbreiten einen rustikalen Charme. Leider kann man sich den Wandbaustoff des eigenen Hauses oder der gemieteten Wohnung im Nachhinein weder aussuchen noch ihn ändern. Auf die Optik einer unverkleideten Wand muss man trotzdem nicht verzichten, dank täuschend echt gestalteter Verkleidungen. Das klingt zuerst ziemlich unlogisch, ist es aber nicht. Mit Imitaten aus Beton oder Kunststoff lassen sich täuschend echte Wandoberflächen herstellen. Wer es besonders authentisch mag, kann auch massives Holz verarbeiten und erhält mit flachen Riemchen aus gebrannten Ton eine echte Klinker-Oberfläche.

Dass diese Verkleidungen sehr dünn sind, sieht man ihnen kaum an, nicht einmal aus der Nähe. Was zählt, ist die Optik.

Verkleidung mit Riemchen

Riemchen und Betonsteine werden mit Kleber auf Zementbasis angebracht. Die Kleber rührt man nach Beschreibung mit Wasser an und zieht sie dann mit einer Kelle auf die Wand. Beim Durchkämmen mit der Zahnung entsteht eine gleichmäßige Schichtdicke. Die Art, einen Belag aufzukleben, nennt man Dünnbettverfahren, man wendet es auch beim Fliesenlegen an. Da die Klebeschicht hier nur wenige Millimeter dick ist, lassen sich damit keine größeren Wandunebenheiten ausgleichen. Dellen oder Löcher mit mehr als 3 mm Tiefe sollte man vor Beginn der Arbeiten also ausgleichen. Dies geschieht am besten mittels Gips oder Fugen- Zement.

Zum Verarbeiten benötigt man nicht viel Werkzeug. Benötigt werden eine Zahnkelle, eine Maurerkelle, ein Eimer zum mischen des Klebers, Bohrmaschine mit Quirl, Wasserwaage, Bleistift, Maurerschnur und Zollstock. Beim Zuschneiden von Passstücken sollte man eine Nassschneidemaschine oder einen Winkelschleifer mit Diamantscheibe verwenden. Für die Riemchen benötigt man außerdem noch ein Fugeisen, um den Fugen-Mörtel einzubringen.

Auf ausreichend Abdeckung achten

Bei der Verwendung von Klebemörtel kann schon einmal ein Spritzer daneben gehen. Daher sollte man den Fußboden und im Raum verbliebene Möbel abdecken.
Außerdem ist es sinnvoll, die Ausbreitung von Staub zu verhindern, der beim Zuschnitt entsteht. Wenn möglich sollte diese Arbeit im Freien vorgenommen werden.

Holz und Kunststoff

Solche Probleme gibt es bei den Kunststoff-Dekorplatten nicht. Dieses Material ist in der Regel sehr sauber zu verarbeiten, und die Befestigung an der Wand erfolgt nicht mit Kleber, sondern durch verschrauben. Hier gehört zur Ausrüstung neben den Messwerkzeugen auch ein Akkuschrauber.
Erhältlich sind die Materialien und das nötige Werkzeug, wenn nicht vorhanden, in jedem Baumarkt. Zahlreiche Baumärkte bieten auch einen Mietservice an, hier ist es möglich, das benötigte Werkzeug gegen Entgelt auszuleihen.